Prävention und Impfungen

Als Prävention bezeichnet man das Vermeiden und Vorbeugen von Erkrankungen vor deren Entstehung. Dazu zählen u.a. Impfungen oder die Ernährungsberatung zur Vorbeugung von, Gefäß- oder Blutdruckerkrankungen. Sport ist eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen gegen verschiedenste Erkrankungen incl. Bluthochdruck, Gelenkbeschwerden, Diabetes und z.T. sogar Krebserkrankungen.

Das frühzeitige Erkennen von Wechseljahresproblemen wie Scheidentrockenheit im Rahmen der jährlichen Untersuchung kann z.B. einer Infektanfälligkeit der Scheide oder Blase vorbeugen. Auch können Sexualprobleme dadurch beeinflusst werden.

Die Prävention spielt natürlich auch eine große Rolle während der Schwangerschaft. Daher erfolgt immer eine Beratung zu Ernährung, Sport, Vermeidung von Erkrankungen und Vorsorge.

Impfleistungen

Impfungen sind die effektivste Möglichkeit, eine Ansteckung mit Infektionskrankheiten zu verhindern. Impfungen gegen Tetanus, Diphterie und Keuchusten werden für alle Versicherten von den gesetzlichen Krankenkassen und Privaten Krankenkassen übernommen, bei bestimmten Personengruppen auch Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Hepatitis und Grippe. Für Jugendliche gelten recht umfangreiche Impfempfehlungen, die von allen Kassen finanziert werden. Die aktuellen Empfehlungen finden sich auf den Seiten der Ständigen Impfkommission (STIKO):

http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/impfen_node.html

Wir beraten Sie gern zu Impfungen und führen diese sehr regelmäßig durch. Viele Impfstoffe haben wir dafür vorrätig. Wenn Sie Ihren Impfpass zur nächsten Untersuchung mitbringen, überprüfen wir gerne Ihren Impfstatus.

HPV-Impfung

Gebärmutterhalskrebs und v.a. allem auch dessen Vorstufen (Dysplasien) werden durch sogenannte Papillomaviren ausgelöst. Die Ansteckung verläuft ohne Symptome und heilt in vielen Fällen auch folgenlos aus. Allerdings erkranken jährlich 3600 Frauen in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs und rund 100.000 meist jüngere Frauen an deren Vorstufen. Gerade diese befinden sich oft noch in der Familienplanung, so daß eine Operation am Gebärmutterhals möglichst vermieden werden sollte. Zum Schutz vor den häufigsten krebsauslösenden Virustypen empfiehlt die Ständige Impfkommission seit langem die HPV-Impfung zwischen neun und siebzehn Jahren. Wissenschaftliche Studien belegen weltweit, dass durch den Einsatz der Impfung deutlich weniger Frauen an behandlungsbedürftigen Veränderungen am Gebärmutterhals und auch Feigwarzen der Genitalregion erkranken, was v.a. zur Vermeidung von Früh- und Fehlgeburten entscheidend ist.

Für Mädchen zwischen dem neunten und dem achtzehnten Lebensjahr (d.h. bis zum 18. Geburtstag) werden die Impfkosten daher von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Es sind 3 Impfungen innerhalb von 6 Monaten erforderlich, wenn die Impfung vor dem 14. Geburtstag erfolgt, genügen sogar 2 Impfungen.

Einige Krankenkassen übernehmen der Kosten auch über diese Altersgrenze hinaus. Dieses sollte im Vorfeld mit der zuständigen Kasse abgeklärt werden.

Weitere Informationen zum Thema Gebärmutterhalskrebs, Dysplasien und deren Vermeidung finden sich auf der nachfolgenden Internetseite:

http://www.zervita.de/